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“In Deutschland fehlen kluge Köpfe”, so stand es Anfang September 2008 in den

Zeitungen, -

besonders viele in Düsseldorf, muss man leider annehmen.

Die Landesentwicklungsgesellschaft NRW (LEG), mit ihren rund 100.000 Wohnungen, wurde vom Immobilienfonds der US-Investmentbank Goldman Sachs übernommen. Der Kaufpreis liegt bei 787 Millionen Euro. Damit ist es der Landesregierung gelungen, die LEG zu einem "sehr guten Preis" zu veräussern. Allerdings übernimmt Whitehall auch die LEG-Schulden. Die gesamte Transaktion beläuft sich damit auf einen weitaus höheren Wert von etwa 3,4 Milliarden Euro. Wenn man bedenkt, dass die LEG in relativ kurzer Zeit so hohe Schulden angehäuft hat, Whitehall aber Geld verdienen muss, dann kann man sich vorstellen, was auf die Mieter zukommt. Bei der derzeitigen Schieflage der Investmentbank Goldmann Sachs ist es nicht ausgeschlossen, dass ein Teil der Wohnungen wieder mit Gewinn verkauft werden muss.
Wir sollten nicht vergessen, wer  die LEG und  somit auch die Mieter verkauft hat.
Wer will es den "Heuschrecken" verdenken, dass sie mit dem Erwerb der LEG Geld verdienen wollen, - verdienen müssen.

Die LEG-Sozialcharta zum Download im PDF-Format: Hier bitte klicken!


Anders als bislang beteuert, will die NRW - LEG  jetzt   doch Wohnungen verkaufen.

Nach Recherchen des Westdeutschen Rundfunks werden bereits Immobilien angeboten. Auch stehen einzelne Bauprojekte auf der Kippe.

Nach Recherchen des WDR-Magazins “Westpol” sind einigen städtischen Wohnungs- unternehmen bereits Immobilien angeboten worden. Entsprechende Wohnungspakete sind laut "Westpol" etwa den kommunalen Wohnungsgesellschaften in Neuss und Bochum angeboten worden.

Es wird befürchtet, dass der im vergangenen Jahr von der Landesregierung verkauften LEG eine Zerschlagung droht. Der Eigentümer ist der US-amerikanische Finanzinvestor Whitehall.

Einzelne Bauprojekte bereits gestoppt !

Whitehall hatte bereits Mitte der Woche angekündigt, die Unternehmensteile Standort- und Projektträgerentwicklung und das Bauträgergeschäft zu veräußern. Nach WDR- Informationen sind einzelne Bauprojekte bereits gestoppt worden.

Ein Finanzwissenschaftler spricht zudem von verdeckter Gewinnausschüttung, weil die dem Goldman-Sachs-Fonds Whitehall gehörende LEG von einer Goldman-Sachs-Unternehmens- beratung beraten werde.

16.02.2009

Wem gehören die LEG-Wohnungen?

23.06.2009
Es war einer der größten Immobiliengeschäfte in NRW: Der Verkauf der landeseigenen LEG mit ca.93.000 Wohnungen an einen US-Investor namens "Whitehall Real Estate Funds". Doch der Fonds taucht in der Liste der Käufer nicht auf, und alles andere ist streng geheim.

Die Namen klingen merkwürdig. Weder das NRW-Finanzministerium, noch die LEG selbst möchten sie preisgeben. Wer in der Nacht zum 11. Juni 2008 vom Land tatsächlich den Zuschlag zum Kauf ihrer LEG-Anteile bekam, wird bis heute als Verschlusssache behandelt. In öffentlichen Erklärungen heißt es stets, es handele sich um die „Whitehall Real Estate Funds". Doch der Immobilienfonds taucht in der Liste der Käufer gar nicht auf.

Vier Namen stehen dort. An erster Stelle: die „Lancaster GmbH & Co. KG". Eine Gesellschaft mit zumindest skurril anmutendem Hintergrund. Ihre persönlich haftende Gesellschafterin war ursprünglich eine „Vendetta 1 GmbH" (italienisch für Blutrache). Doch das Risiko einer Schlagzeile wie „Land verkauft seine Sozialwohnungen an Blutrache" war den Beteiligten – trotz strengster Geheimhaltung – offenbar zu hoch. Einen Tag vor dem großen Deal gab Vendetta 1 aus Frankfurt im Bundesanzeiger ihre Umbenennung in „Lancaster Holding GmbH" bekannt. Es handelt sich um eine Gesellschaft mit lediglich zwei Mitarbeitern und nicht mehr als 25 000 Euro Stammkapital.

Hinter Lancaster als „Käuferin 1" tauchen weitere Namen auf. Die „Kronen tausend230 GmbH & Co. VorratsKG", inzwischen in „Rote Rose GmbH & Co. KG" umbenannt. Eine „Restio B.V." aus Amsterdam und eine „Perry Lux Co S.a.r.l." aus Luxemburg, die beide offenbar schon wieder als LEG-Eigentümer ausgeschieden sind. Iim Handelsregister eingetragen sind lediglich Lancaster (mit 82,7 Prozent) und Rote Rose (15,43 Prozent), die mittlerweile beide unter der Düsseldorfer Adresse der LEG-Zentrale firmieren. Wie bei Lancaster verfügt auch die Mutter der Roten Rose, die sich „Weisse Rose GmbH" nennt, über nicht mehr als zwei Mitarbeiter und lediglich 25.000 Euro Stammkapital.

Selbst Landtagsabgeordneten in Düsseldorf werden solche Details mit der Begründung „geheime Verschlusssache" verwehrt. Nur einem  kleinen Kreis wurde bislang ein kurzer Einblick in das Vertragswerk gewährt. Obwohl sich darin ein Passus findet, nach dem alle „Anfragen aus dem parlamentarischen Raum" von der Geheimhaltung ausgenommen sind.

Nach der Enthüllung des Landesrechnungshofs, das Land habe nach dem Verkauf seiner LEG-Anteile durch einen Fehler bei der Kaufpreisaufteilung rund 36,7 Millionen Euro verloren, wirft die Verschwiegenheit der schwarz-gelben Landesregierung zu den Käufern neue Fragen auf.

24. August 2009
Ein Jahr nach dem umstrittenen Verkauf der LEG, schlägt der Mieterbund Alarm: Der Verkauf der 93.000 Wohnungen an eine "Heuschrecke" habe für die Betroffenen schlimme Folgen. Sie müssen mehr Miete zahlen.

Über ein Jahr nach der umstrittenen Privatisierung der LEG hat der Deutsche Mieterbund ein negatives Zwischenfazit gezogen. Der Verkauf an eine "Heuschrecke" habe zu Mieterhöhungen sowie dem Verzicht auf Modernisierungen und Instandhaltungen geführt, sagte Mieterbund-Landeschef Bernhard von Grünberg  in Düsseldorf. Allein die Rendite stehe für den neuen Besitzer im Vordergrund.

In Dorsten-Barkenberg sind die Mieten für einige Wohnungen schon im April angehoben worden, trotzdem die Arbeiten an und um den Häusern immer noch nicht abgeschlossen sind.

Aber als Erfolgsgeschichte verteidigte Bauminister Lienenkämper den Verkauf. Die Mieter, aber auch die Mitarbeiter der LEG, stehen heute dank der zwischen Land und Käufer vereinbarten Sozialcharta besser da als in der Vergangenheit, sagte Lienenkämper.

Unterstützung bekam der Mieterbund dagegen von den Grünen. Die schwarz-gelbe Landesregierung hat mit dem Verkauf der LEG-Wohnungen Tausende Mieter den Geschäftspraktiken der Heuschrecken ausgeliefert, sagte der Grünen-Bauexperte Horst Becker.


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