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Nach den Zielen der Landesplanung und unterstützt durch das Land Nordrhein-Westfalen entstand nördlich der Lippe, auf dem Gebiet der Gemeinde Wulfen, eine "Neue Stadt" als Beispiel neuzeitlichen Städtebaus. Die geplante Traumstadt "Neue-Stadt-Wulfen", an der namhafte Wissenschaftler, Stadtplaner und Architekten mitgearbeitet hatten, wurde sie leider nicht.  1967 wurden die ersten Wohnungen bezogen. 2007 sind Häuser mit 244 Wohnungen wieder abgebrochen worden. Zurzeit werden 3 Wohnhäuser saniert und mit  bunten Farben  versehen. Ein Wohn - und Geschäftsgebäude wird um zwei bis drei Geschosse zurückgebaut.

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Wie aus einem Märchenbuch

1958
Der Wohnraumbedarf für die 8000 Leute, der geplanten neuen Zechenanlage  in Wulfen, muss befriedigt werden. Eine Studie der Sozialforschungsstelle Dortmund empfiehlt den Aufbau einer selbständigen Stadteinheit von 50.000 bis 60.000 Einwohnern.

1960
Gründung der Entwicklungsgesellschaft Wulfen durch vier Gesellschafter: Steinkohlebergwerke Mathias Stinnes AG, Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk, Landkreis Recklinghausen, Amt Hervest-Dorsten.

1961
Prof. Fritz Eggeling geht als Sieger eines internationalen Städtebauwettbewerbs für die Entwicklung der Neuen Stadt Wulfen hervor und wird von der EW mit der weiteren städtebaulichen Planung beauftragt.

1963
Auf der Grundlage des Gesamtaufbauplanes für die Neue Stadt Wulfen erfolgen erste Tiefbauarbeiten.

1965
Erschließung des Baugeländes

1966
Nach dem Tod von Prof. Eggeling übernimmt die Planungsgruppe "Grosche - Börner - Stumpfl" die Arbeit. Gleichzeitig zeichnet sich ab, dass weder der Bergbau genügend Arbeitsplätze zur Verfügung stellt, noch andere Unternehmen ihren Standort in Wulfen wählen. Obwohl damit absehbar ist, dass das Konzept der "Neuen Stadt Wulfen" überdimensioniert ist, geht es weiter.

1967
Die ersten Wohnungen sowie eine Grundschule werden belegt.

1973
Errichtung der "Metastadt" als Prototyp eines industriell gefertigten Montagebausystems, des Architekten Richard Dietrich mit 103 Wohnungen, einigen Geschäften und Arztpraxen.

1975
Wulfen hat 14.000 Einwohner, wovon ca.7.000 in Barkenberg leben und wird nach einer kommunalen Neuordnung ein  Stadtteil von Dorsten. Da anstelle der beabsichtigten Doppel- nur eine einfache Schachtanlage errichtet wurde, wird das Einwohnerziel für die "Neue Stadt" auf 20.000 zurückgenommen. Statt der geplanten 8.000 hat die Schachtanlage nie mehr als ca. 400 Beschäftigte.

1987
Zum 01.01.1987 übernimmt die LEG NRW GmbH für 1 D-Mark die Wohnungsbestände der Neuen Heimat, darunter auch 511 Wohnungen in Barkenberg. Den mittlerweile dramatischen Leerständen wird vorübergehend mit einer Subventionierung des Mietpreises begegnet. Die "Metastadt" wird aufgrund konstruktionsbedingter Mängel abgerissen.

1993
Nach 1990 endet die Bautätigkeit und in dem einstigen Neubaugebiet mit sehr junger Bevölkerung normalisiert sich die Altersstruktur. Wegen fehlender naher Arbeitsplätze haben die Wohnungsgesellschaften zunehmend Schwierigkeiten, ihre Wohnungen zu vermieten. Durch Belegung vieler Mietwohnungen mit Migranten und Problemfamilien werden die sozialen Probleme immer ausgeprägter. Stadt Dorsten und Vermieter reagieren mit einem konzentrierten Maßnahmenbündel der Sozialplanung.

1994
Zum 01.01.1994 verkauft kauft die THS Treuhandstelle rund 860 Wohnungen an die LEG.

2000
Ende des Förderbetriebs der Schachtanlage Wulfen 1/2

2004
Nach der Auflage des Bund-Länder-Programms "Stadtumbau West" signalisieren Stadt und LEG mit einem Grundförderantrag ihre Absicht, den Stadtumbau in Barkenberg zu realisieren. Im Zuge des Stadtumbaus sollen von den knapp 1.400 Wohnungen der LEG in Barkenberg 244 Wohnungen an der Dimker Allee 35 - 79 leergezogen und die Gebäude dann abgerissen werden. 50 % der Mehrgeschosswohnungsbauten an der Dimker Allee stehen bereits leer. Als soziodemografische Tendenzen sind erkennbar: Knapp 15% der Deutschen in Barkenberg haben einen Migrationshintergrund. Ein überdurchschnittlich hoher Anteil der Wohnbevölkerung bezieht soziale Leistungen. Vermehrt wandern Familien aus Barkenberg ab.

2006
Die Vorbereitung der Ausschreibung des für 2007 vorgesehenen Abbruchs der Wohngebäude der LEG an der Dimker Allee 35-79, der städtischen Barkenbergschule und des städtischen Kindergartens Himmelsberg läuft an.

2007
Im Mai beginnt die Entkernung des Nordflügels der Wohngebäude Dimker Allee 35 - 75. Während der Entkernung des Südflügels wird ab Anfang Juli der Nordflügel abgebrochen. Es folgen der Sternbau, Dimker Allee 77 - 79, die Barkenbergschule und der Kindergarten Himmelsberg. Ende Dezember waren diese Arbeiten beendet.

2008
Anfang Januar wird die Fußgängerbrücke zwischen Handwerkshof und Nahversorgungszentrum Dimker Allee/Himmelsberg abgebrochen. Seit Mai erfolgt der Rückbau der Wohn-und Geschäftshäuser Dimker Allee 31 - 33.

2009
Nach monatelanger Pause geht die Arbeit, an dem Geschäftshaus der Dimker Allee 31-33, endlich weiter.  Ende Juni wird die neue Hütte eingeweiht. Die alte St.Pauli-Hütte, die den Anwohnern der Barkenberger Allee ein Ärgernis war, wurde vorher schon beseitigt.

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